FRAGEN UND ANTWORTEN

F Es fällt mir schwer, über andere zu schreiben. Kann ich ü ber mich selbst schreiben?
A Wenn du dich selbst erkennen willst, dann schreibe über jemand anderen. Richte am Anfang The Work nach außen und du wirst vielleicht entdecken, dass alles außerhalb von dir eine direkte Reaktion auf dein Denken ist. Es geht nur um dich. Die meisten von uns haben ihre Kritik und ihre Urteile jahrelang gegen sich selbst gerichtet, und bisher hat das noch nichts gelöst. Über jemand anderen zu urteilen, dies zu untersuchen und es umzukehren, ist der schnelle Weg zu Verständnis und Selbsterkenntnis.

F Muss ich das schriftlich machen? Kann ich die Fragen nicht einfach in meinem Kopf stellen und das Ganze umkehren?
A Die Aufgabe des Verstandes ist es, Recht zu haben, und er kann sich blitzschnell rechtfertigen. Halte den Teil deines Denkens an, der die Quelle deiner Angst, Wut, Traurigkeit oder deines Grolls ist, indem du dies aufs Papier ü berträgst. Wenn die Gedanken erst einmal auf dem Papier festgehalten sind, ist es viel leichter, sie zu untersuchen. Schließlich wird The Work von selbst anfangen, dich 'aufzulösen', auch ohne Schreiben.

F Was ist, wenn ich mit anderen Menschen kein Problem habe? Kann ich auch über Sachen wie z.B. meinen Körper schreiben?
A Ja. Mache The Work über jedes Thema, das dir Stress verursacht. Sobald dir die vier Fragen und die Umkehrung vertrauter werden, kannst du auch Themen wie den Körper, Krankheit, Karriere oder sogar Gott wählen. Verwende dann bei den Umkehrungen einfach den Begriff „ mein Denken” an Stelle des Subjekts. Beispiel: „Mein Körper sollte kräftig und gesund sein”wird zu: „Mein Denken sollte kräftig und gesund sein”.
Ist es nicht das, was du wirklich willst - eine ausgeglichene, gesunde Denkweise? War ein kranker Körper jemals ein Problem, oder ist es dein Denken über den Körper, welches das Problem verursacht? Untersuche es. Lass deinen Arzt sich um deinen Körper kümmern, während du dich um dein Denken kümmerst. Ich habe einen Freund, der seinen Körper nicht bewegen kann, und er liebt das Leben. Für Freiheit ist kein gesunder Körper erforderlich. Befreie dein Denken.

F Ich habe dich sagen hören, dass du eine Liebhaberin der Realität bist. Was ist dann mit Krieg, Vergewaltigung und all diesen furchtbaren Dingen in der Welt? Duldest du das einfach stillschweigend?
A Ganz im Gegenteil. Ich bemerke, dass ich leide, wenn ich glaube, dass es das alles nicht geben sollte, obwohl es das gibt. Kann ich den Krieg in mir beenden? Kann ich aufhören, mir selbst und anderen mit meinen Gedanken und Handlungen Gewalt anzutun? Sonst setze ich ja durch mich genau das fort, was ich in der Welt beenden möchte. Ich beginne damit, mein eigenes Leid, meinen eigenen Krieg zu beenden. Und das ist eine Lebensaufgabe.

F Was du also sagst, ist, dass ich die Realität einfach akzeptieren sollte, wie sie ist, und mich nicht mit ihr anlegen sollte. Ist das richtig?
A The Work sagt nicht, was irgendjemand tun oder nicht tun sollte. Wir fragen einfach: Welche Auswirkung hat es, sich mit der Realität anzulegen? Wie fühlt sich das an? The Work erforscht die Ursache und Wirkung des Anhaftens an schmerzhafte Gedanken, und in dieser Untersuchung finden wir unsere Freiheit. Einfach zu sagen, dass wir uns nicht mit der Realität anlegen sollten, wäre nur eine weitere Geschichte, eine weitere Philosophie oder Religion. Das hat noch nie funktioniert.

F Ich glaube nicht an Gott. Kann mir The Work trotzdem von Nutzen sein?
A Ja. Ob Atheist, Agnostiker, Christ, Jude, Moslem, Buddhist, Hindu, Heide - wir haben alle eines gemeinsam: Wir wollen Glück und Frieden. Solltest du des Leidens müde sein, lade ich dich zu The Work ein.

F Ist die Untersuchung ein Denkprozess? Wenn nicht, was ist sie dann?
A Die Untersuchung scheint ein Denkprozess zu sein, aber tatsächlich ist sie ein Weg, das Denken aufzulösen. Gedanken verlieren ihre Macht über uns, wenn wir erkennen, dass sie einfach im Verstand erscheinen. Sie sind nicht persönlich. Mit The Work lernen wir, nicht vor unseren Gedanken zu flüchten oder sie zu unterdrücken, sondern ihnen mit offenen Armen zu begegnen.

F Du sagst, es ist nicht meine Angelegenheit, wenn jemand den ich kenne, sich selbst oder anderen Schaden zufügt. Ist das nicht total verantwortunglos?
A , aber meiner Erfahrung nach geht es hier um totale Verantwortlichkeit. Ich bin 100% dafür verantwortlich, wie ich mir Schaden zufüge, insbesondere mit meinem Denken über andere. The Work schafft Klarheit in mir und versetzt mich in eine viel bessere Ausgangslage, um anderen helfen zu können. Wer wird hilfreicher sein: jemand der urteilt, dass der andere sich ändern muss, oder jemand, der sich selber geändert hat und klar sehen kann, durch die Augen von Liebe und Verständnis? Wenn du wirklich aufhörst, dir Schaden zuzufügen, wird die andere Person dich fragen, wie du das gemacht hast. Denn niemand möchte leiden.

weiter zu "Katie-ismen"